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Reportagen
und Glanzpartien
"Bericht
von Dr. med. Helmut Pfleger"
Vor
kurzem erschien eines dieser bedenklichen Bücher, bei dem der Schachliebhaber
in Gefahr ist,
Müdigkeit
und Schlaf zu vergessen, weil er süchtig immer weiter nach einem neuen
Happen heischt.
Insofern
rate ich Ihnen zur Selbstdisziplin, bei 64 Monate auf 64 Feldern-Schachkolumnen,
Reportagen
und Glanzpartien von 1997 bis 2002 von Martin Breutigam jeweils nur
eines der
insgesamt
154 Betthupferl zu sich zu nehmen.
Zur
Appetitanregung etwas von dem internationalen Meister, das er im Jahre
2002 verfasste:
Als
der Schreiber dieser Zeilen den Mann am anderen Ende der Telefonleitung
fragt, wann er denn Schachspielen gelernt habe, sagt die Stimme: Erst spät,
mit 16 Jahren.
Das
ist alles lange, lange her.
Doch
wie so oft, wenn es um den Anfang einer Leidenschaft geht, sind die Details
noch gut in Erinnerung. Er war mit einem Freund an die Ostsee gereist und
es hatte geregnet. Mehr als ein Dreivierteljahrhundert ist seitdem vergangen,
und Hermann Heemsoth, der am 21.Dezember 2003 93 Jahre alt wurde, trifft
sich auch heute noch einmal pro Woche zum Schachspielen. Fünfmal gewann
er das Turnier "Meister von Bremen" fünfmal wurde er zwischen 1934
und 1963 Weser-Ems-Meister. Heemsoth, Lehrer von Beruf, spielte für
die Bremer Schachgesellschaft, später wechselte er zu Werder Bremen.
Er war auch im Fernschach eine Koryphäe und zwar in einer Zeit, als sich die Gegner noch ihre selbst erdachten Züge per Postkarte übermittelten - nicht Züge, die ihnen Computer anzeigen, wie es heute gang und gäbe ist. In vielen nationalen und internationalen Turnieren bewies Heemsoth sein außergewöhnliches Können.
Einmal
wurde er gesamtdeutscher Fernschachmeister, einmal Fernschachmeister der
Bundesrepublik und
1987
folgte die Krönung: Heemsoth erspielte sich den Titel des Fernschachgroßmeisters.
Mit
77 Jahren! Ein Rekord, der bis heute Bestand hat.
Manche
Inspiration fürs Fernschach kam ihm wohl im berühmten Bremer
Ratskeller, so steht´s in seinem Buch 75 meiner schönsten
Partien
In der Diagrammstellung aus der deutschen Fernschachmeisterschaft 1967 vollendete er als Schwarzer am Zug eine in feinem Stil vorgetragene Partie