Spielbericht

SC Kötzting I
(Oberliga Bayern)


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4. Spieltag, 10.12.2006

SC Kötzting gewinnt verdient gegen 1836 München.
Beide Teams stark Ersatzgeschwächt. Erste Niederlage von Jan Priborsky.

In der Oberliga Bayern hatte der SC Kötzting die Mannschaft von 1836 München
zu Gast. Vor dem Spiel wurde darüber spekuliert, ob die Ersatzgeschwächten Pfingstrittstädter dennoch in der Lage sind,
über die Jahreswende den derzeitigen Aufstiegsplatz zu verteidigen. Jedoch konnten die Gäste aus München
diese Schwäche nicht nutzen, weil man selbst nicht in Bestbesetzung antreten konnte.
Es wurde ein abwechslungsreicher Spielverlauf, wo die Gäste nach gut vier Stunden Spielzeit zunächst die besseren Karten hatten.
Das Geschehen drehte sich zur ersten Zeitkontrolle zu Gunsten der Pfingstrittstädter.
Erst nach der Gesamtspielzeit von 6 Stunden stand das Endresultat fest.

Bei beiden Teams fehlten jeweils drei Stammspieler. Während auf Bad Kötztinger Seite Peter Zvara,
Roman Chytilek und Adrian Tugui schmerzlich vermisst wurden, fielen auf der Seite der Münchner die etatmäßigen
Bretter 3, 5 und 6 aus. Die ursprünglichen Verhältnisse waren damit wieder hergestellt und die Badstädter behielten
ihre leicht favorisierte Rolle.
Es folgten hochklassige und spannende Partien, deren Ausgang nicht immer vorhersehbar waren.

Den Anfang machte IM Pavel Jirovsky (2354), der am dritten Brett gegen Petar Pantaleev (2315) mit den schwarzen
Farben nicht über ein Remis hinaus kam. Sein Gegner verstand es sich stets ausgeglichen zu platzieren, er ließ keinerlei
Schwächen erkennen und wickelte die Partie schnell in ein Remis ab. Die Gäste gingen anschließend durch ihr
Spitzenbrett Georg Schmidt (2374) in Führung.
IM David Groß (2383) geriet nach einem Figurenopfer in akute Zeitnot. Er entschied sich den komplizierten Weg
zu gehen und nahm dabei einen gefährlichen Königsangriff in Kauf. Wegen dem schon angesprochenen Zeitmangel
übersah er eine vorteilhaftere Verteidigung. Stattdessen musste er nach einer kombinatorischen Einlage seines
Gegners die Segel streichen. Dies bedeutete bereits seine zweite Niederlage und zeigt seine momentan schlechte Verfassung.

Kurze Zeit später folgte am zweiten Brett schon der Ausgleich. Dabei kam IM Peter Neuman (2405) zu seinem ersten Erfolg.
Als Anziehender begann er wie üblich sehr kontrolliert und setzte erst im Übergang vom Mittel- ins Endspiel seinen
Gegner Christoph Eichler (2326) unter Druck. Man konnte seinen Siegeswillen spüren, denn er taktierte in einem
Läufer/Bauernendspiel den Münchner geschickt aus. Dieser versuchte sich noch nach allen Regeln der Kunst zu verteidigen,
aber immer wieder attackierte Neuman die gegnerische Stellung durch sein gutes Figurenspiel und das
brachte ihm den gewünschten Erfolg.

Jetzt ging es fast Schlag auf Schlag. Die erste Zeitkontrolle nach vier Stunden war erreicht. Brett 5 Jan Priborsky (2307)
attackierte seinen Gegner von Anfang an und erhoffte sich nach einem Springeropfer den entscheidenden Schlag.
Andreas Jüttner (2137) verteidigte sich so geschickt, dass er diese Mehrfigur ins Endspiel rettete und Priborsky die erste Niederlage beibrachte. Die Nachbetrachtung zeigte, dass Jüttner das Glück zur Seite stand, diese Partie erfolgreich zu beenden.

Gleich im Anschluss glich man die erneute Gästeführung am siebten Brett aus.
Debütant Pavel Sott (2107), der mit Andreas Mühlbauer seinen Einsatz tauschte, lehnte ein frühes Remisgebot
von Hans-Peter Metzen (1995) ab und sollte Recht behalten. Dem abwechslungsreichen Mittelspiel konnte
Metzen nicht mehr Stand halten. Zuviel Zeit nahm er in Anspruch, um sich aus der Umklammerung zu befreien.
Nur ein paar Minuten später ging die Gastmannschaft erneut in Front. Mannschaftsführer Wolfgang Mühlbauer (1865)
versäumte es am achten Brett den Sack zu zumachen. Sein Gegner Josef Marschall (2105) stand kurz vor dem Fall,
nur noch eine zweizügige Kombination trennte ihn vom Gewinn. Seine nun gespielte Abwicklung brachte Bauernverlust statt
Turmgewinn und plötzlich befand er sich auf der Verliererstraße.

Auch die dritte Führung der Gäste wurde durch Brett 6 wieder ausgeglichen. Ein wichtiger Sieg am rechten Ort
und die erfolgslose Zeit war damit für Katerina Cedikova (2232) beendet. Marcus Müller (2128) kam über
den gesamten Partieverlauf nicht auf die Beine und wurde, bis auf eine kleine aber bekannte Schwächephase
der Amazone zur Zeitkontrolle, überspielt. Damit stand es wieder gleich und Held des Tages konnte Jan Suran (2364), Brett 4, werden.
Beide Parteien zeigten eine anspruchsvolle und überlegte Partie. Suran schlug zur ersten Zeitkontrolle ein Remis aus,
schließlich musste er gewinnen, um den Mannschaftserfolg für sein Team zu sichern. Optisch war die Stellung sehr remisverdächtig,
aber der Pfingstrittstädter erkannte eine positionelle Schwäche bei seinem Gegner. Es dauerte insgesamt 6 Stunden,
bis er die Stellung von Andreas Nussbächer (2205) geknackt hatte. So endete der Wettkampf verdient mit 4,5 zu 3,5 für den Gastgeber.
 
 

3. Spieltag, 19.11.2006

Schachclub Kötzting fehlt das Durchsetzungsvermögen
Enttäuschendes 4 – 4 gegen SK Krumbach.

Ernüchterung bei der ersten Mannschaft des SC K. Am dritten Spieltag erwies sich der Tabellenletzte SK Krumbach
als Stolperstein auf dem Weg zur Meisterschaft.
Die Kötztinger Schachstrategen haben das Siegen verlernt, so könnte man die Situation beschreiben.
Nach dem doch sicher heraus gespielten Erfolg bei Tarrasch München, dachte keiner an einen Punktverlust gegen die Allgäuer.
Doch wie schon gegen Pasing taten sich die SC K Spieler äußerst schwer im zweiten Heimspiel.
Die Gäste zeigten sich sehr gut vorbereitet und beherrschten teilweise den Wettkampf. Nur Peter Zvara und Neuzugang
Jan Priborsky konnten in ihren Partien überzeugen.

Dabei ging man mit einem guten Gefühl in den Wettkampf. War man doch auf fast allen Brettern favorisiert und konnte
die besten Acht ins Rennen schicken.
Krumbach, nach zwei Spieltagen noch ohne jeden Punkt, trat mit einer Ausnahme ebenfalls mit der stärksten Besetzung an,
so konnte man sich auf den Gegner im Vorfeld einstellen. Die Gäste, die am Samstag bereits nach Bad Kötzting angereist waren,
zeigten sich jedoch noch besser vorbereitet. Ihr Wille zum Erfolg war klar stärker. Sie nutzten besonders die Badstädter
Schwächen in der Zeitnotphase gnadenlos aus. Katerina Cedikova (2232) am achten Brett traf auf Ersatzmann Lutz Riedel ( 2177).
Ein berüchtigtes Flügelgambit, brachte Cedikova gleich zu Beginn zwar einen Mehrbauern, aber die offensive
Entfaltung der gegnerischen Figuren konnte sie nicht mehr stoppen. Nur eine haargenaue Verteidigung würde
dieser Eröffnung standhalten. Die Folge war eine Abwehrschlacht mit enormen Zeitverlust, die ihr schließlich die Partie kostete.

Bereits nach knapp 2 Stunden war die erste Partie beendet. Pavel Jirovsky (2356, Brett 3), bekam ein
Remisangebot seines Gegenübers Ronald Kempter (2257). Die Stellung war positionell ausgeglichen und hätte
auch nach weiteren Zügen keine Erfolgsaussichten gehabt. Er nahm deshalb das frühe Angebot an. Wenig später
bekam David Groß (2383) am Spitzenbrett von Großmeister Marek Vokac (2498) ein Friedensangebot.
Mit den schwarzen Farben agierte Groß diesmal sehr offensiv und optisch sah die Stellung gut aus,
doch der Großmeister hatte alles in Griff, deshalb erfolgte auch hier die Punkteteilung.

Im selben Augenblick reichten sich auch Peter Neuman (2405) und Thomas Egger (2256) am zweiten Brett
zu einem Unentschieden die Hände. Neuman konnte einmal mehr sein Leistungsvermögen nicht abrufen.
Der Krumbacher spezialisierte sich auf den Abtausch der Leicht- und Schwerfiguren und verflachte so das Spiel,
während Neuman kein Mittel fand, eine taktische Raffinesse einzubauen. So machten die Gäste auf den vorderen
Brettern dicht und hofften auf einen entscheidenden Gewinnpunkt auf den Schlussbrettern. Dieser folgte zur ersten
Zeitkontrolle mit der bereits beschriebenen Partie von Katerina Cedikova.

Eine Vorentscheidung, dass die Pfingstrittstädter diesen Wettkampf nicht mehr drehen konnte, fiel eben zur ersten Zeitkontrolle.
Der bis dahin ungeschlagene Roman Chytilek (2399) verzocke seine sehr positiv stehende Stellung wegen Mangel an Zeit.
Ein überraschender Bauerndurchbruch von Rudolf Wild (2275) konnte nicht mehr gestoppt werden und noch vor der
Umwandlung gab er das fünfte Brett verloren.
Die Gäste gingen mit 3,5 – 1,5 in Führung und nun sollten die restlichen drei Partien wenigstens noch einen Punkt retten.
Zum Glück war Mister 100% Peter Zvara (2414) am sechten Brett wieder dabei. Er bewies taktisches Geschick und
ließ Franz Traßl (2184) trotz der fast unüberwindbaren russischen Verteidigung keine Chance auf Gegenwehr.
Neuzugang Jan Priborsky (2307) kam im dritten Spiel zum dritten Punkt und stellte damit den Wettkampfausgleich her.
Erneut zeigte er mit Schwarz an Brett 7 seine hervorragenden Eröffnungskenntnisse. Diesen Vorteil baute er
mit zunehmender Spieldauer weiter aus und erleichterte Dr. Ulrich Link (2145) Bauer um Bauer bis er schließlich kapitulierte.

Beim Stand von 3,5 – 3,5, waren alle Blicke auf die letzte noch aktive Partie von Jan Suran (2348) und
Edwin Riefner (2237) gerichtet. Hoffnung auf einen ganzen Punkt gab es nicht, eher war es so,
dass Suran um das Remis kämpfen musste. Nach sechs Stunden Spielzeit verblieben nur noch
die Könige am vierten Brett und der Wettkampf endete zu Recht mit einem nicht einkalkulierten Punktverlust der Pfingstrittstädter.
Es verdeutlicht sich, dass besonders in Heimkämpfen der SC K nicht überzeugen kann.
Im letzten Spiel dieses Jahres erwartet man nun das Team von 1836 München in der Badstadt.
Ein erneutes ausrutschen muss tunlichst vermieden werden, um das Ziel Meisterschaft nicht vorzeitig aus den Augen zu verlieren.
 
 

2. Spieltag, 29.10.2006

Zweiter Erfolg in der Oberliga für Schachclub Kötzting
Beim Angstgegner Tarrasch München erfolgreich. Cedikova gewinnt wieder.

Zu einem leistungsgerechten 5 – 3 Erfolg beim Angstgegner und Tabellenführer Tarrasch München kam
das Oberligateam des SC Kötzting am vergangenen Sonntag. Diesmal war es also soweit.
Der erste Sieg im dritten Versuch gegen das Tarrasch Team ist gelungen. Mit gemischten Gefühlen fuhren
die Pfingstrittstädter zu dieser Auswärtshürde. Mit Peter Zvara fehlte ein enorm wichtiger Spieler und dass
die Landeshauptstädter nicht auf die leichte Schulter genommen werden durften, stellten sie bereits in
der ersten Runde gegen den Exzweitligaverein SK Krumbach unter Beweis. Bereits in der Anfangsphase
des Wettkampfes zeigte sich, dass die Sorgen unbegründet waren.

Frühzeitig stellte Roman Chytilek (2367) am fünften Brett die Weichen für den späteren Mannschaftserfolg.
Nach nicht einmal zwei Stunden Spielzeit brachte er die Badstädter gegen den Münchner
Neuzugang Thomas Wyrwich (2272) in Führung.
Mit einem passenden Springeropfer öffnete er die Linien und brachte die gegnerische Königsstellung arg in Bedrängnis.
Wyrwich konnte sich nicht mehr aus dieser Umklammerung befreien, so dass er folgerichtig die Waffen streckte.
Die frühe Führung wurde kurze Zeit später durch den Neuzugang an Brett sechs
Jan Priborsky (2307) auf Kötzinger Seite ausgebaut. Christopher Wood (2303) machte zu ungenaue Züge
in der Sizilianischen Eröffnung. Der bestens geschulte 18-jährige Priborsky stellte hier nicht nur seine
Theoriekenntnisse unter Beweis, sondern zugleich machte er im zweiten Spiel seinen zweiten vollen Punkt.
Mit einer schnellen 2 – 0 Führung konnten die Gäste aus der Pfingstrittstadt gut leben und es war bei allen Spielern eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der ersten Runde erkennbar. Erst zur ersten Zeitkontrolle ging es dann Schlag auf Schlag weiter.

Pavel Jirovsky (2327) bekam es wieder mit dem schier unschlagbaren Michael Fedorovsky (2359) am dritten Brett zu tun.
Der Münchner Stadtmeister gilt als äußerst schwer besiegbar. Mit den schwarzen Steinen sorgte er am
Damenflügel von Jirovsky stets für Unruhe, doch dieser ließ sich nicht einschüchtern, hielt dagegen und setzte
seinerseits auf Gegeninitiative am Damenflügel. In festgefahrener Stellung einigte man sich auf Remis.
Eine Partie mit gegenseitigen taktischen Raffinessen bot sich am zweiten Brett. Peter Neuman (2366)
und die ehemalige deutsche Jugendmeisterin Elena Luvushkina (2328) schenkten sich nichts und auch wenn
am Ende die Punkte geteilt wurden, war das ein Unentschieden von der attraktivsten Art.

Katerina Cedikova (2169) an Brett sieben kam nach langer Durststrecke wieder zu einem vollen Punktgewinn.
Ihr half die akribische Eröffnungsvorbereitung in der Tschigorin-Variante, die ihr Gegner Moritz Monninger (2078)
bevorzugt spielt. So war es auch diesmal wieder der Fall. Positionsmäßig sah es immer gut aus für die Amazone,
doch die Entscheidung konnte erst nach einem Qualitätsverlust ihres Gegenübers herbeigeführt werden.
Damit bauten die Gäste ihre Führung auf 4 – 1 aus. Den Auswärtserfolg sicher machte Andreas Mühlbauer (2149)
der gegen den favorisierten Jan Juptner (2232) am achten Brett zu einem Remis kam. Nach der ersten Zeitkontrolle
entstand ein ausgeglichenes Endspiel wobei keiner mehr Gewinnchancen besaß. Trotzdem lehnte der Münchner
das erste Remisangebot ab und versuchte doch noch das Unmögliche. Mit einer geschickt eingefädelten
dreifachen Zugwiederholung, musste auch er letztlich erkennen, dass es sinnlos war weiterzuspielen.

David Groß (2421) am Spitzenbrett bekam es mit dem Favoritenschreck Christian Köpke (2319) zu tun.
Der Drache lebt, so könnte man diese Partie die der Münchner mit den schwarzen Steinen zelebrierte kennzeichnen.
Mit der sizilianischen Drachenvariante agierte er gegen Groß langer Rochade so zielgenau, dass dieser selbst in gut verteidigender
Manier keine Chance hatte die Partie zu halten. Damit sicherten sich die Gastgeber zumindest den einzigen vollen Punkt.
Für den 5 – 3 Endstand sorgte abschließend noch Jan Suran (2348) gegen Volker Meier (2264) am vierten Brett.
Suran hat weiterhin eine Blockade mit Schwarz. Trotz leichter Überlegenheit fand er kein probates
Mittel die gegnerische Stellung auszuhebeln und musste sich deshalb mit einem Unentschieden zu frieden geben.
Nach diesem Erfolg rangiert man weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz,
punktgleich hinter dem neuen Tabellenführer Fortuna Regensburg.
 
 

1. Spieltag, 15.10.2006

Auftakterfolg gegen SC Pasing
Gäste nur mit sieben Spielern. Zähres ringen um die Punkte.

Das die neue Saison kein Selbstläufer werden wird, verdeutlicht der erste Wettkampf in der Oberliga Bayern.
Die Badstädter hatten sich lange Zeit schwer getan gegen nur sieben angereiste Pasinger Spieler.
Am Ende zählten die ersten eingefahrenen Punkte, auch wenn man dafür über die volle Distanz von 6 Stunden Spielzeit gehen musste.
Das klare Endergebnis von 5,5 zu 2,5 Punkten täuscht über den wahren Verlauf der Begegnung hinweg.

Für den SC Pasing begann der Tag mit einer unliebsamen krankheitsbedingten Absage ihres Spitzenspielers Anselm Wagner.
Kurzfristiger Ersatz konnte nicht mehr gestellt werden und somit bekam die Gastmannschaft gleich zu Beginn
des Wettkampfes einen Punkt zugesprochen. Wer glaubte, dass dies befreit auf das Team des SC K wirken würde,
der sah sich getäuscht. Die Pasinger warfen nun alles in die Waagschale und trotz einer zwischenzeitlich
beruhigenden 3,5 zu 1,5 Führung, begann das große Zittern auf Seiten der Badstädter.

Brett 2 Peter Neuman war der glückliche der sich den geschenkten Punkt gutschreiben konnte und als kurze Zeit
später Peter Zvara (2414) am sechsten Brett auf 2 zu 0 erhöhte, schien alles nach Plan zu verlaufen.
Zvara beendete die skandinavische Verteidigung von Jörn Fiege (2155) bereits nach 28 Zügen mittels eines Mattangriffs.
Damit revanchierte er sich für die teilweise verpatzte Vorsaison äußerst eindrucksvoll.
Es kam anschließend sogar noch besser. Neuerwerbung Jan Priborsky (2274) führte sich gleich gut in
das Team ein und erhöhte auf 3 – 0. Horst Schaffranietz (1941) agierte sehr forsch und spielte mit Weiß ein Flügelgambit.
Der junge 18-jährige Priborsky brauchte einige Zeit sich gut dagegen zu postieren. Ein Gegenspiel verstrickte den König in ein unausweichliches Mattnetz.

Postwendend kam die erste Niederlage. Am achten Brett kam Katerina Cedikova (2149) nicht mit der Variante
ihres Gegners Volker Ludsteck (2211) zu recht. Enormer Zeitverlust war die Folge, die zum Schluss natürlich fehlte,
um im Endspiel einen unnötigen Figurenverlust zu vermeiden. Am Spitzenbrett wird die Luft für David Groß (2421) dünner.
Er probierte zwar trotz der schwarzen Figuren aktiv zu spielen, der Pasinger Thorsten Schmitz (2258)
machte jedoch keine Fehler und hielt seine Stellung dicht. Man trennte sich letztendlich friedlich unentschieden.

Die drei restlich verbliebenen Partien gaben nicht gerade Anlass zur Freude. Nur eine der drei ließen
Rückschlüsse auf ein sicheres Remis zu, doch das war natürlich zu wenig gegen einen Gast in Unterzahl.
Das große Zittern begann, als man zusehen musste wie Pavel Jirovsky (2327) am dritten Brett in Figurenrückstand
geriet und verzweifelt nach Ausgleich suchte. Jirovsky machte es dem Mannschaftsführer
der Gästemannschaft Wolfgang Zahn (2274) zwar noch extrem schwer, doch mit List und Tücke zwang er den Badstädter zur Aufgabe.
Damit konnten die Gäste bis auf einen Punkt verkürzen und auch die Partie am fünften Brett von Roman Chytilek (2367)
lief alles andere als nach seinem Geschmack. Der eigentlich unterlegenere Gegner Andrey Osipov (2016)
trotzte ihm fast ein Remis ab, aber ein nicht mehr für möglich gehaltener Qualitätsverlust
versetzte schließlich doch dem Pasinger den K.O.

Damit war der Mannschaftserfolg bereits sicher gestellt und Jan Suran (2348) war es vorbehalten
am vierten Brett mit einem Mehrbauer sein Spiel gegen Markus Schleich (2213) zu gewinnen.
Die zähe Gegenwehr des Münchners wurde erst nach knapp 6 Stunden Spielzeit gebrochen und damit
der Gesamtsieg von 5 – 3 sichergestellt. Bereits in der kommenden Woche steht der Auswärtskampf beim
Angstgegner Tarrasch München an, dem ersten Tabellenführer dieser Saison. Hier wird sich zeigen,
wohin der Weg in diesem Jahr führt für den SC K.
 
 

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